Warum meine Instagram-Community mehr über mein Leben wusste als meine Oma

43 % der Senioren mit geringer digitaler Teilhabe fühlen sich manchmal oder häufig einsam.
Als ich diese Zahl zum ersten Mal gelesen habe, musste ich sofort an meine Oma denken. Vor einigen Jahren ist mein Opa verstorben. Und erst danach wurde mir bewusst, wie sehr meine Oma eigentlich von unserem digitalen Familienleben ausgeschlossen war.
Die meisten Familienmitglieder wohnen schon lange nicht mehr in ihrer Kleinstadt. Ich selbst habe im Ausland studiert und konnte sie nicht regelmäßig besuchen. Mein Bruder wohnt woanders, meine Schwester ebenso. Unser Familienleben fand immer häufiger digital statt, in der WhatsApp-Gruppe, über Fotos, kleine Updates oder Videos. Meine Oma war von all dem ausgeschlossen.

Unsere Versuche:
„Neele, ich habe Angst, etwas falsch zu machen."
„Neele, ich habe keine Lust mehr, etwas Neues zu lernen."
Und ehrlich gesagt: Ich konnte es ihr nicht übel nehmen. Sie war damals 87 Jahre alt.
Gleichzeitig war ich im Ausland. Mit acht Stunden Zeitverschiebung. Lange Telefonate waren schwierig. Die einzige Alternative war eine Postkarte, die manchmal erst Monate später ankam. Und irgendwann stellte ich mir eine Frage:
Warum weiß meine Instagram-Community mehr über mein Leben als meine Oma?
In Gesprächen mit anderen Familien habe ich schnell gemerkt: Wir sind mit diesem Problem nicht allein. Durch Famories, das ursprünglich als App für Lebensgeschichten von Großeltern entstand, haben wir mit vielen Senioren gesprochen und uns intensiv mit digitaler Teilhabe beschäftigt. Und wir haben gelernt: Wir sind noch nicht an dem Punkt, an dem alle älteren Menschen selbstverständlich neue Technologien nutzen möchten oder können.
So entstand eine neue Idee.
Nicht nur eine App für die Geschichten der Großeltern. Sondern auch eine App für die Geschichten der Enkel. Eine App, mit der ich meine Erlebnisse aus dem Auslandssemester so teilen kann, wie ich es gewohnt bin: über mein Smartphone, mit Audios und Fotos. Aber wenn meine Oma kein Smartphone nutzen möchte, bekommt sie diese Geschichten trotzdem. Und zwar als gedrucktes Magazin, jeden Monat automatisch nach Hause.
KI-bearbeitetHeute bekommt meine Oma am Monatsende ihre eigene kleine Familienzeitung. Aus unseren Audios und Fotos wird ein Magazin. Und auf einmal wollte meine ganze Familie plötzlich mitmachen. Meine Schwester erzählt von den Meilensteinen ihrer Kinder. Mein Bruder berichtet von seinem Alltag. Meine Onkel und Tanten teilen ihre Erlebnisse. An das Lesen einer Zeitung, daran konnte sich meine Oma erstaunlich schnell gewöhnen.
👉🏼 Vielleicht beginnt digitale Teilhabe gar nicht mit neuen Geräten, sondern damit, Menschen dort abzuholen, wo sie sind. Und genau das versuchen wir jeden Tag mit Famories.
Holt Oma und Opa zurück ins Familienleben
Startet euer Famories-Familienmagazin und schenkt Großeltern Monat für Monat Teilhabe.